LANDESVERBAND BAYERN

Sonstige Aktionen

Zeltlager, Segeltörns und noch mehr

Die ASJ Bayern steht längst nicht nur für das Thema Erste Hilfe. Ferienlager und viele andere Aktivitäten gehören zum festen Repertoire.

Die Münchner ASJ widmete sich im Herbst 2013 dem Thema NS-Zwangsarbeit. © Franziska Busl

So wird es zum Beispiel im Sommer 2015 einen einwöchigen Segeltörn an der Ostsee geben. Hierzu hat die ASJ Schleswig-Holstein die bayerischen Kollegen eingeladen. 

Eine bemerkenswerte Aktion war auch der Besuch von sieben Münchner Jugendlichen in in der Ukraine im Herbst 2013: Die Vertreter der Münchner ASJ sowie der Jugendfernsehredaktion „matz“ des Medienzentrums München setzten sich dabei in erster Linie mit dem Thema NS-Zwangsarbeit auseinander. Das Projekt wurde intensiv vom Kulturreferat der Stadt München gefördert; München und Kiew verbindet seit dem Jahr 1989 eine Städtepartnerschaft.

Die Jugendlichen führten in Kiew sowie im ländlichen Perejaslaw zahlreiche Interviews mit hochbetagten Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs nach Deutschland zum Arbeiten verschleppt worden sind. Nach ihrer Rückkehr wurden sie häufig als Landesverräter beschimpft. Die ehemaligen Zwangsarbeiter wohnen heute in der Regel in heruntergekommenen Plattenbauwohnungen und werden vom ukrainischen Staat mit mickrigen Renten abgespeist. Der ASB Kiew versorgt diese Menschen mit kostenlosen Essenspaketen und stellt zudem einen Pflegedienst; der bayerische ASB-Landesverband unterstützt die Arbeit des ASB Kiew seit vielen Jahren finanziell.

Die Münchner Jugendlichen sprachen zudem mit Kindern der Zwangsarbeiter, die zum Teil in Deutschland zur Welt gekommen sind. Aus all diesen Begegnungen ist eine beeindruckende Film-Dokumentation entstanden. Auch in München wurde gedreht – in ehemaligen Zwangsarbeiterbaracken.